Die Hammletmashine
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Die Hammletmashine
специално за всички хамлетовци-хуманоиди [разбира се по обясними пречини само за тези които знаят немски]. И най-вече за Офелиите които са престанали да се самоубиват от вчера.
Heiner Muller:
Die Hamletmaschine
Music: Einsturzende Neubauten
Director: Blixa Bargeld & Wolfgang Rindfleisch
Production: Rundfunk der DDR & Einsturzende Neubauten
Hamlet: Blixa Bargeld
Ophelia: Gudrun Gut
Chapters: Hans-Werner Kroesinger
Stage Directions: Heiner Muller
1
Familienalbum
Ich war Hamlet. Ich stand an der Kuste und redete mit der Brandung BLABLA, im Rucken die Ruinen von Europa. Die Glocken lauteten das Staatsbegrabnis ein, Morder und Witwe ein Paar, im Stechschritt hinter dem Sarg des Hohen Kadavers die Rate, heulend in schlecht bezahlter Trauer.
WER IST DIE LEICH IM LEICHENWAGEN
UM WEN HORT MAN VIEL SCHREIEN UND KLAGEN
DIE LEICH IST EINES GROSSEN
GEBERS VON ALMOSEN das Spalier der Bevolkerung. Werk seiner Staatskunst ER WAR EIN MANN NAHM ALLES NUR VON ALLEN. Ich stoppte den Leichenzug, stemmte den Sarg mit dem Schwert auf, dabei brach die Klinge, mit dem stumpfen Rest gelang es, und verteilte den toten Erzeuger FLEISCH UND FLEISCH GESELLT SICH GERN an die umstehenden Elendsgestalten. Die Trauer ging in Jubel uber, der Jubel in Schmatzen, auf dem leeren Sarg besprang der Morder die Witwe SOLL ICH DIR HINAUFHELFEN ONKEL MACH DIE BEINE AUF MAMA. Ich legte mich auf den Boden und horte die Welt ihre Runden drehn im Gleichschritt der Verwesung.
I'M GOOD HAMLET GI'ME A CAUSE FOR GRIEF
AH THE WHOLE GLOBE FOR A REAL SORROW
RICHARD THE THIRD I THE PRINCEKILLING KING
OH MY PEOPLE WHAT HAVE I DONE UNTO THEE
WIE EIN BUCKEL SCHLEPP ICH MEIN SCHWERES GEHIRN
ZWEITER CLOWN IM KOMMUNISTISCHEN FRUHLING
SOMETHING IS ROTTEN IN THIS AGE OF HOPE
LETS DELIVE IN EARTH AND BLOW HER AT THE MOON
Hier kommt das Gespenst das mich gemacht hat, das Beil noch im Schadel. Du kannst deinen Hut aufbehalten, ich wei?, da? du ein Loch zu viel hast. Ich wollte, meine Mutter hatte eines zu wenig gehabt, als du im Fleisch warst: ich ware mir erspart geblieben. Man sollte die Weiber zunahn, eine Welt ohne Mutter. Wir konnten einander in Ruhe abschlachten, und mit einiger Zuversicht, wenn uns das Leben zu lang wird oder der Hals zu eng fur unsere Schreie. Was willst du von mir. Hast du an einem Staatsbegrabnis nicht genug. Alter Schnorrer. Hast du kein Blut an den Schuhn. Was geht mich deine Leiche an. Sei froh, da? der Henkel heraussteht, vielleicht kommst du doch in den Himmel. Worauf wartest du. Die Hahne sind geschlachtet. Der Morgen findet nicht mehr statt.
SOLL ICH
WEILS BRAUCH IST EIN STUCK EISEN STECKEN IN
DAS NACHSTE FLEISCH ODER INS UBERNACHSTE
MICH DRAN ZU HALTEN WEIL DIE WELT SICH DREHT
HERR BRICH MIR DAS GENICK IM STURZ VON EINER
BIERBANK
Auftritt Horatio. Mitwisser meiner Gedanken, die voll Blut sind, seit der Morgen verhangt ist mit dem leeren Himmel. DU KOMMST ZU SPAT MEIN FREUND FUR DEINE GAGE / KEIN PLATZ FUR DICH IN MEINEM TRAUERSPIEL. Horatio, kennst du mich. Bist du mein Freund, Horatio. Wenn du mich kennst, wie kannst du mein Freund sein. Willst du den Polonius spielen, der bei seiner Tochter schlafen will, der reizenden Orphelia, sie kommt auf ihr Stichwort, sieh wie sie den Hintern schwenkt, eine tragische Rolle. Horatio Polonius. Ich wu?te, da? du ein Schauspieler bist. Ich bin es auch, ich spiele Hamlet. Danemark ist ein Gefangnis, zwischen uns wachst eine Wand. Sieh was aus der Wand wachst. Exit Polonius. Meine Mutter ist Braut. Ihre Bruste ein Rosenbeet, der Scho? die Schlangengrube. Hast du deinen Text verlernt, Mama. Ich souffliere. WASCH DIR DEN MORD AUS DEM GEICHT MEIN SOHN PRINZ
UND MACH DEN NEUEN DANEMARK SCHONE AUGEN. Ich werde dich wieder zur Jungfrau machen, Mutter, damit dein Konig eine blutige Hochzeit hat. DER MUTTERSCHOSS IST KEINE EINBAHNSTRASSE. Jetzt binde ich dir die Hande auf dem Rucken, weil mich ekelt vor deiner Umarmung, mit deinem Brautschleier. Jetzt mu?t du schreien. Jetzt beschmiere ich die Fetzen deines Brautkleides mit der Erde, die mein Vater geworden ist mit den Fetzen dein Gesicht deinen Bauch deine Bruste. Jetzt nehme ich dich, meine Mutter, in seiner, meinesVaters, unsichtbarer Spur. Deinen Schrei ersticke ich mit meinen Lippen. Erkennst du die Frucht deines Leibes. Jetzt geh in deine Hochzeit, Hure, breit in der danischen Sonne, die auf Lebendige und Tote scheint. Ich will die Leiche in den Abtritt stopfen, da? der Palast erstickt in koniglicher Schei?e. Dann la? mich dein Herz essen, Ophelia, das meine Tranen weint.
2
Das Europa der Frau
Enormous room. Ophelia. Ihr Herz ist eine Uhr.
OPHELIA (CHOR / HAMLET)
Ich bin Ophelia. Die der Flu? nicht behalten hat. Die Frau am Strick Die Frau mit den aufgeschnittenen Pulsadern Die Frau mit der Uberdosis AUF DEN LIPPEN SCHNEE Die Frau mit dem Kopf im Gasherd. Gestern habe ich aufgehort mich zu toten. Ich bin allein mit meinen Brusten meinen Schenkeln meinem Scho?. Ich zertrummre die Werkzeuge meiner Gefangenschaft, den Stuhl den Tisch das Bett. Ich zerstore das Schlachtfeld das mein Heim war. Ich rei?e die Turen auf, damit der Wind herein kann und der Schrei der Welt. Ich zerschlage das Fenster. Mit meinen blutigen Handen zerrei?e ich die Fotografien der Manner die ich geliebt habe und die mich gebraucht haben auf dem Bett auf dem Tisch auf den Stuhl auf dem Boden. Ich lege Feuer an mein Gefangnis. Ich werfe meine Kleider in das Feuer. Ich grabe die Uhr aus meiner Brust die mein Herz war. Ich gehe auf die Stra?e, gekleidet in meinem Blut.
3
Scherzo
Universitat der Toten. Gewisper und Gemurmel. Von ihren Grabsteinen (Kathedern) aus werfen die toten Philosophen ihre Bucher auf Hamlet. Galerie (Ballett) der toten Frauen. Die Frau am Strick Die Frau mit den aufgeschnittenen Pulsadern usw. Hamlet betrachtet sie mit der Haltung eines Museums-(Theater)-Besuchers. Die toten Frauen rei?en ihm die Kleider vom Leib. Aus einem aufrechtstehenden Sarg mit der Aufschrift HAMLET 1 treten Claudius und, als Hure gekleidet und geschminkt, Orphelia. Striptease Ophelia.
OPHELIA Willst Du mein Herz essen, Hamlet. Lacht.
HAMLET Hande vorm Gesicht: Ich will eine Frau sein.
Hamlet zieht Ophelias Kleider an, Ophelia schminkt ihm eine Hurenmaske, Claudius, jetzt Hamletts Vater, lacht ohne Laut, Ophelia wirft Hamlet eine Ku?hand zu und tritt mit Claudius / Hamlets Vater zuruck in den Sarg. Hamlet in Hurenpose. Ein Engel, das Gesicht im Nacken: Horaton. Tanzt mit Hamlet.
STIMME(N) aus dem Sarg: Was du getotet hast sollst du auch lieben.
Der Tanz wird schneller und wilder. Gelachter aus dem Sarg. Auf einer Schaukel die Madonna mit dem Brustkrebs. Horatio spannt einen Regenschirm auf, umarmt Hamlet. Erstarren in der Umarmung unter dem Regenschirm. Der Brustkrebs strahlt wie eine Sonne.
4
Pest in Buda Schlacht um Gronland
Raum 2, von Ophelia zerstort. Leere Rustung, Beil im Helm.
HAMLET
Der Ofen blakt im friedlosen Oktober
A BAD COLD HE HAD OF IT JUST THE WORST TIME
JUST THE WORST TIME OF THE YEAR FOR A REVOLUTION
Durch die Vorstadte Zement in die Blute geht
Doktor Schiwago weint
Um seine Wolfe
IM WINTER MANCHMAL KAMEN SIE INS DORF
ZERFLEISCHTEN EINEN BAUERN
Legt Maske und Kostum ab.
Ich bin nicht Hamlet. Ich spiele keine Rolle mehr. Meine Worte haben mir nichts mehr zu sagen. Meine Gedanken saugen den Bildern das Blut aus. Mein Drama findet nicht mehr statt. Hinter mir wird die Dekoration aufgebaut. Von Leuten, die mein Drama nicht interessiert, fur Leute, die es nichts angeht. Mich interessiert es auch nicht mehr. Ich spiele nicht mehr mit. Buhnenarbeiter stellen, vom HD unbemerkt, einen Kuhlschrankt und drei Fernsehgerate auf, Gerausch der Kuhlanlage. Drei Programme ohne Ton. Die Dekoration ist ein Denkmal. Es stellt in hundertfacher Vergro?erung einen Mann dar, der Geschichte gemacht hat. Die Versteinerung einer Hoffnung. Sein Name ist auswechselbar. Die Hoffnung hat sich nicht erfullt. Das Denkmal liegt am Boden, geschleift drei Jahre nach dem Staatsbegrabnis des Geha?ten und Verehrten von seinen Nachfolgern in der Macht. Der Stein ist bewohnt. In dem geraumigen Nasen- und Ohrenlochern, Haut- und Uniformfalten des zertrummerten Standbilds haust die armere Bevolerung der Metropole. Auf den Sturz den Denkmals folgt nach einer angemessenen Zeit der Aufstand. Mein Drama, wenn es noch stattfinden wurde, fande in der Zeit des Aufstandes statt. Der Aufstand beginnt als Spaziergang. Gegen die Verkehrsordnung wahrend der Arbeitszeit. Die Stra?e gehort den Fu?gangern. Hier und da wird ein Auto umgeworfen. Angsttraum eines Messerwerfers: Langsame Fahrt durch eine Einbahnstra?e auf einen unwiderruflichen Parkplatz zu, der von bewaffneten Fu?gangern umstellt ist.Polizisten, wen sie im Weg stehn, werden an den Stra?enrand gespult. Wenn der Zug sich den Regierungsviertel nahert, kommt er an einem Polizeikordon zum Stehen. Gruppen bilden sich, aus denen Redner aufsteigen. Auf dem Balkon eines Regierungsgebaudes erscheint ein Mann mit schlecht sitzendem Frack und beginnt ebenfalls zu reden. Wenn ihn der erste Stein trifft, zieht auch er sich hinter die Flugeltur aus Panzerglas zuruck. Aus dem Ruf nach mehr Freiheit wird der Schrei nach dem Sturz der Regierung. Man beginnt die Polizisten zu entwaffnen, sturmt zwei drei Gebaude, ein Gefangnis eine Polizeistation ein Buro der Geheimpolizei, hangt ein Duzend Handlanger der Macht an den Fu?en auf, die Regierung setzt Truppen ein, Panzer. Mein Platz, wenn mein Drama noch stattfinden wurde, ware auf beiden Seiten der Front, zwischen den Fronten, daruber. Ich stehe im Schwei?geruch der Menge und werfe Steine auf Polizisten Soldaten Panzer Panzerglas. Ich blicke durch die Flugeltur aus Panzerglas auf die andrangende Menge und rieche meinen Angstschwei?. Ich schuttle, von Brechreiz gewurgt, meine Faust in der andrangenden Menge gegen mich, der hinter dem Panzerglas steht. Ich sehe, geschuttelt von Furcht und Verachtung, in der andrangenden Menge mich, Schaum vor dem Mund, meine Faust gegen mich schutteln. Ich hange mein uniformierrtes Fleisch an den Fu?en auf. Ich bin der Soldat im Panzerturm, mein Kopf ist leer unter dem Helm, der erstickte Schrei unter den Ketten. Ich bin die Schreibmaschine. Ich knupfe die Schlinge, wenn die Radelsfuhrer aufgehangt werden, ziehe den Schemel weg, breche mein Genick. Ich bin mein Gefangener. Ich futtere mit meinen Daten die Computer. Meine Rollen sind Speichel und Spucknapf Messer und Wunde Zahn und Gurgel Hals und Strick. Ich bin die Datenbank. Blutend in der Menge. Aufatmend hinter der Flugeltur. Wortschleim absondern in meiner schalldichten Sprechblase uber die Schlacht. Mein Drama hat nicht stattgefunden. Das Textbuch ist verlorengegangen. Die Schauspieler haben ihre Gesichter an den Nagel in der Garderobe gehangt. In seinem Kasten verfault der Souffleur. Die ausgestopften Pestleichen im Zuschauerraum bewegen keine Hand. Ich gehe nach Hause und schlage die Zeit tot, einig/ Mit meinem ungeteilten Selbst.
Fernsehen Der tagliche Ekel Ekel
Am praparierten Geschwatz Am verdorbenen Frohsinn
Wie schreibt man GEMUTLICHKEIT
Unsern Taglichen Mord gib uns heute
Denn dein ist das Nichts Ekel
An den Lugen die geglaubt werden
Von den Lugnern und niemandem sonst Ekel
An den Lugen die geglaubt werden Ekel
An den Visagen der Macher gekerbt
Vom Kampf um die Posten Stimmen Bankkonten
Ekel Ein Sichelwagen der von Pointen blitzt
Geh ich durch Stra?en Kaufhallen Gesichter
Mit den Narben der Konsumschlacht Armut
Ohne Wurde Armut ohne die Wurde
Des Messers des Schlagrings der Faust
Die erniedrigten Leiber der Frauen
Ein Konigreich
Fur einen Morder
ICH WAR MACBETH DER KONIG HATTE MIR SEIN DRITTES KREBSWEIB ANGEBOTEN
ICH KANNTE JEDES MUTTERMAL AUF IHRER HUFTE RASKOLNIKOW AM HERZEN UNTER
DER EINZIGEN JACKE DAS BEIL FUR DEN /EINZIGEN/ SCHADEL DER PFANDLEIHERIN
In der Einsamleit der Flughafen
Atme ich auf Ich bin
Ein Privilegierter Mein Ekel
Ist ein Privileg
Beschirmt mit Mauer
Stacheldraht Gefangnis
Fotografie des Autors.
Ich will nicht mehr essen trinken atmen eine Frau lieben einen Mann ein Kind ein Tier. Ich will nicht mehr sterben. Ich will nicht mehr toten.
Zerrei?ung der Fotografie des Autors.
Ich breche mein versiegeltes Fleisch auf. Ich will in meinen Adern wohnen, im Mark meiner Knochen, im Labyrinth meines Schadels. Ich ziehe mich zuruck in meine Eingeweide. Ich nehme Platz in meiner Schei?e, meinem Blut. Irgendwo werden Leiber zerbrochen, damit ich wohnen kann in meiner Schei?e. Irgendwo werden Leiber geoffnet, damit ich alleinsein kann mit meinem Blut. Meine Gedanken sind Wunden in meinem Gehirn. Mein Gehirn ist eine Narbe. Ich will eine Maschine sein. Arme zu greifen Beine zu gehn kein Schmerz kein Gedanke.
Bildschirme schwarz. Blut aus dem Kuhlschrank. Drei nackte Frauen: Marx Lenin Mao. Sprechen gleichzeitig jeder in seiner Sprache den Text ES GILT ALLE VERHALTNISSE UMZUWERFEN!!! HD legt Kostum und Maske an.
HAMLET DER DANE PRINZ UND WURMFRASS STOLPERND
VON LOCH ZU LOCH AUFS LETZTE LOCH ZU LUSTLOS
IM RUCKEN DAS GESPENST DAS IHN GEMACHT HAT
GRUN WIE OPHELIAS FLEISCH IM WOCHENBETT
UND KNAPP VORM DRITTEN HAHNENSCHREI ZERREISST
EIN NARR DAS SCHELLENKLEID DES PHILOSOPHEN
KRIECHT EIN BELEIBTER BLUTHUND IN DEN PANZER
Tritt in die Rustung, spaltet mit dem Beil die Kopfe von Marx Lenin Mao. Schnee. Eiszeit.
5
Wildharrend/In der furchtbaren Rustung/Jahrtausende
Tiefsee. Ophelia im Rollstuhl. Frische Trummer Leichen und Leichenteile treiben vorbei.
Ophelia
wahrend zwei Manner im Artzkittel sie und den Rollstuhl von unten nach oben in Mullbinden schnuren:
Hier spricht Elektra. Im Herzen der Finsternis. Unter der Sonne der Folter. An die Metropolen der Welt. Im Namen der Opfer. Ich sto?e allen Samen aus, den ich empfangen habe. Ich verwandle die Milch meiner Bruste in todliches Gift. Ich nehme die Welt zuruck, die ich geboren habe. Ich ersticke die Welt, die ich geboren habe, zwischen meinen Schenkeln. Ich begrabe sie in meiner Scham. Nieder mit dem Gluck der Unterwerfung. Es lebe der Ha?, die Verachtung, der Aufstand, der Tod. Wenn sie mit Fleischermessern durch eure Schlafzimmer geht, werdet ihr die Wahrheit wissen.
Manner ab. Ophelia bleibt auf der Buhne, reglos in der wei?en Verpackung.
Heiner Muller:
Die Hamletmaschine
Music: Einsturzende Neubauten
Director: Blixa Bargeld & Wolfgang Rindfleisch
Production: Rundfunk der DDR & Einsturzende Neubauten
Hamlet: Blixa Bargeld
Ophelia: Gudrun Gut
Chapters: Hans-Werner Kroesinger
Stage Directions: Heiner Muller
1
Familienalbum
Ich war Hamlet. Ich stand an der Kuste und redete mit der Brandung BLABLA, im Rucken die Ruinen von Europa. Die Glocken lauteten das Staatsbegrabnis ein, Morder und Witwe ein Paar, im Stechschritt hinter dem Sarg des Hohen Kadavers die Rate, heulend in schlecht bezahlter Trauer.
WER IST DIE LEICH IM LEICHENWAGEN
UM WEN HORT MAN VIEL SCHREIEN UND KLAGEN
DIE LEICH IST EINES GROSSEN
GEBERS VON ALMOSEN das Spalier der Bevolkerung. Werk seiner Staatskunst ER WAR EIN MANN NAHM ALLES NUR VON ALLEN. Ich stoppte den Leichenzug, stemmte den Sarg mit dem Schwert auf, dabei brach die Klinge, mit dem stumpfen Rest gelang es, und verteilte den toten Erzeuger FLEISCH UND FLEISCH GESELLT SICH GERN an die umstehenden Elendsgestalten. Die Trauer ging in Jubel uber, der Jubel in Schmatzen, auf dem leeren Sarg besprang der Morder die Witwe SOLL ICH DIR HINAUFHELFEN ONKEL MACH DIE BEINE AUF MAMA. Ich legte mich auf den Boden und horte die Welt ihre Runden drehn im Gleichschritt der Verwesung.
I'M GOOD HAMLET GI'ME A CAUSE FOR GRIEF
AH THE WHOLE GLOBE FOR A REAL SORROW
RICHARD THE THIRD I THE PRINCEKILLING KING
OH MY PEOPLE WHAT HAVE I DONE UNTO THEE
WIE EIN BUCKEL SCHLEPP ICH MEIN SCHWERES GEHIRN
ZWEITER CLOWN IM KOMMUNISTISCHEN FRUHLING
SOMETHING IS ROTTEN IN THIS AGE OF HOPE
LETS DELIVE IN EARTH AND BLOW HER AT THE MOON
Hier kommt das Gespenst das mich gemacht hat, das Beil noch im Schadel. Du kannst deinen Hut aufbehalten, ich wei?, da? du ein Loch zu viel hast. Ich wollte, meine Mutter hatte eines zu wenig gehabt, als du im Fleisch warst: ich ware mir erspart geblieben. Man sollte die Weiber zunahn, eine Welt ohne Mutter. Wir konnten einander in Ruhe abschlachten, und mit einiger Zuversicht, wenn uns das Leben zu lang wird oder der Hals zu eng fur unsere Schreie. Was willst du von mir. Hast du an einem Staatsbegrabnis nicht genug. Alter Schnorrer. Hast du kein Blut an den Schuhn. Was geht mich deine Leiche an. Sei froh, da? der Henkel heraussteht, vielleicht kommst du doch in den Himmel. Worauf wartest du. Die Hahne sind geschlachtet. Der Morgen findet nicht mehr statt.
SOLL ICH
WEILS BRAUCH IST EIN STUCK EISEN STECKEN IN
DAS NACHSTE FLEISCH ODER INS UBERNACHSTE
MICH DRAN ZU HALTEN WEIL DIE WELT SICH DREHT
HERR BRICH MIR DAS GENICK IM STURZ VON EINER
BIERBANK
Auftritt Horatio. Mitwisser meiner Gedanken, die voll Blut sind, seit der Morgen verhangt ist mit dem leeren Himmel. DU KOMMST ZU SPAT MEIN FREUND FUR DEINE GAGE / KEIN PLATZ FUR DICH IN MEINEM TRAUERSPIEL. Horatio, kennst du mich. Bist du mein Freund, Horatio. Wenn du mich kennst, wie kannst du mein Freund sein. Willst du den Polonius spielen, der bei seiner Tochter schlafen will, der reizenden Orphelia, sie kommt auf ihr Stichwort, sieh wie sie den Hintern schwenkt, eine tragische Rolle. Horatio Polonius. Ich wu?te, da? du ein Schauspieler bist. Ich bin es auch, ich spiele Hamlet. Danemark ist ein Gefangnis, zwischen uns wachst eine Wand. Sieh was aus der Wand wachst. Exit Polonius. Meine Mutter ist Braut. Ihre Bruste ein Rosenbeet, der Scho? die Schlangengrube. Hast du deinen Text verlernt, Mama. Ich souffliere. WASCH DIR DEN MORD AUS DEM GEICHT MEIN SOHN PRINZ
UND MACH DEN NEUEN DANEMARK SCHONE AUGEN. Ich werde dich wieder zur Jungfrau machen, Mutter, damit dein Konig eine blutige Hochzeit hat. DER MUTTERSCHOSS IST KEINE EINBAHNSTRASSE. Jetzt binde ich dir die Hande auf dem Rucken, weil mich ekelt vor deiner Umarmung, mit deinem Brautschleier. Jetzt mu?t du schreien. Jetzt beschmiere ich die Fetzen deines Brautkleides mit der Erde, die mein Vater geworden ist mit den Fetzen dein Gesicht deinen Bauch deine Bruste. Jetzt nehme ich dich, meine Mutter, in seiner, meinesVaters, unsichtbarer Spur. Deinen Schrei ersticke ich mit meinen Lippen. Erkennst du die Frucht deines Leibes. Jetzt geh in deine Hochzeit, Hure, breit in der danischen Sonne, die auf Lebendige und Tote scheint. Ich will die Leiche in den Abtritt stopfen, da? der Palast erstickt in koniglicher Schei?e. Dann la? mich dein Herz essen, Ophelia, das meine Tranen weint.
2
Das Europa der Frau
Enormous room. Ophelia. Ihr Herz ist eine Uhr.
OPHELIA (CHOR / HAMLET)
Ich bin Ophelia. Die der Flu? nicht behalten hat. Die Frau am Strick Die Frau mit den aufgeschnittenen Pulsadern Die Frau mit der Uberdosis AUF DEN LIPPEN SCHNEE Die Frau mit dem Kopf im Gasherd. Gestern habe ich aufgehort mich zu toten. Ich bin allein mit meinen Brusten meinen Schenkeln meinem Scho?. Ich zertrummre die Werkzeuge meiner Gefangenschaft, den Stuhl den Tisch das Bett. Ich zerstore das Schlachtfeld das mein Heim war. Ich rei?e die Turen auf, damit der Wind herein kann und der Schrei der Welt. Ich zerschlage das Fenster. Mit meinen blutigen Handen zerrei?e ich die Fotografien der Manner die ich geliebt habe und die mich gebraucht haben auf dem Bett auf dem Tisch auf den Stuhl auf dem Boden. Ich lege Feuer an mein Gefangnis. Ich werfe meine Kleider in das Feuer. Ich grabe die Uhr aus meiner Brust die mein Herz war. Ich gehe auf die Stra?e, gekleidet in meinem Blut.
3
Scherzo
Universitat der Toten. Gewisper und Gemurmel. Von ihren Grabsteinen (Kathedern) aus werfen die toten Philosophen ihre Bucher auf Hamlet. Galerie (Ballett) der toten Frauen. Die Frau am Strick Die Frau mit den aufgeschnittenen Pulsadern usw. Hamlet betrachtet sie mit der Haltung eines Museums-(Theater)-Besuchers. Die toten Frauen rei?en ihm die Kleider vom Leib. Aus einem aufrechtstehenden Sarg mit der Aufschrift HAMLET 1 treten Claudius und, als Hure gekleidet und geschminkt, Orphelia. Striptease Ophelia.
OPHELIA Willst Du mein Herz essen, Hamlet. Lacht.
HAMLET Hande vorm Gesicht: Ich will eine Frau sein.
Hamlet zieht Ophelias Kleider an, Ophelia schminkt ihm eine Hurenmaske, Claudius, jetzt Hamletts Vater, lacht ohne Laut, Ophelia wirft Hamlet eine Ku?hand zu und tritt mit Claudius / Hamlets Vater zuruck in den Sarg. Hamlet in Hurenpose. Ein Engel, das Gesicht im Nacken: Horaton. Tanzt mit Hamlet.
STIMME(N) aus dem Sarg: Was du getotet hast sollst du auch lieben.
Der Tanz wird schneller und wilder. Gelachter aus dem Sarg. Auf einer Schaukel die Madonna mit dem Brustkrebs. Horatio spannt einen Regenschirm auf, umarmt Hamlet. Erstarren in der Umarmung unter dem Regenschirm. Der Brustkrebs strahlt wie eine Sonne.
4
Pest in Buda Schlacht um Gronland
Raum 2, von Ophelia zerstort. Leere Rustung, Beil im Helm.
HAMLET
Der Ofen blakt im friedlosen Oktober
A BAD COLD HE HAD OF IT JUST THE WORST TIME
JUST THE WORST TIME OF THE YEAR FOR A REVOLUTION
Durch die Vorstadte Zement in die Blute geht
Doktor Schiwago weint
Um seine Wolfe
IM WINTER MANCHMAL KAMEN SIE INS DORF
ZERFLEISCHTEN EINEN BAUERN
Legt Maske und Kostum ab.
Ich bin nicht Hamlet. Ich spiele keine Rolle mehr. Meine Worte haben mir nichts mehr zu sagen. Meine Gedanken saugen den Bildern das Blut aus. Mein Drama findet nicht mehr statt. Hinter mir wird die Dekoration aufgebaut. Von Leuten, die mein Drama nicht interessiert, fur Leute, die es nichts angeht. Mich interessiert es auch nicht mehr. Ich spiele nicht mehr mit. Buhnenarbeiter stellen, vom HD unbemerkt, einen Kuhlschrankt und drei Fernsehgerate auf, Gerausch der Kuhlanlage. Drei Programme ohne Ton. Die Dekoration ist ein Denkmal. Es stellt in hundertfacher Vergro?erung einen Mann dar, der Geschichte gemacht hat. Die Versteinerung einer Hoffnung. Sein Name ist auswechselbar. Die Hoffnung hat sich nicht erfullt. Das Denkmal liegt am Boden, geschleift drei Jahre nach dem Staatsbegrabnis des Geha?ten und Verehrten von seinen Nachfolgern in der Macht. Der Stein ist bewohnt. In dem geraumigen Nasen- und Ohrenlochern, Haut- und Uniformfalten des zertrummerten Standbilds haust die armere Bevolerung der Metropole. Auf den Sturz den Denkmals folgt nach einer angemessenen Zeit der Aufstand. Mein Drama, wenn es noch stattfinden wurde, fande in der Zeit des Aufstandes statt. Der Aufstand beginnt als Spaziergang. Gegen die Verkehrsordnung wahrend der Arbeitszeit. Die Stra?e gehort den Fu?gangern. Hier und da wird ein Auto umgeworfen. Angsttraum eines Messerwerfers: Langsame Fahrt durch eine Einbahnstra?e auf einen unwiderruflichen Parkplatz zu, der von bewaffneten Fu?gangern umstellt ist.Polizisten, wen sie im Weg stehn, werden an den Stra?enrand gespult. Wenn der Zug sich den Regierungsviertel nahert, kommt er an einem Polizeikordon zum Stehen. Gruppen bilden sich, aus denen Redner aufsteigen. Auf dem Balkon eines Regierungsgebaudes erscheint ein Mann mit schlecht sitzendem Frack und beginnt ebenfalls zu reden. Wenn ihn der erste Stein trifft, zieht auch er sich hinter die Flugeltur aus Panzerglas zuruck. Aus dem Ruf nach mehr Freiheit wird der Schrei nach dem Sturz der Regierung. Man beginnt die Polizisten zu entwaffnen, sturmt zwei drei Gebaude, ein Gefangnis eine Polizeistation ein Buro der Geheimpolizei, hangt ein Duzend Handlanger der Macht an den Fu?en auf, die Regierung setzt Truppen ein, Panzer. Mein Platz, wenn mein Drama noch stattfinden wurde, ware auf beiden Seiten der Front, zwischen den Fronten, daruber. Ich stehe im Schwei?geruch der Menge und werfe Steine auf Polizisten Soldaten Panzer Panzerglas. Ich blicke durch die Flugeltur aus Panzerglas auf die andrangende Menge und rieche meinen Angstschwei?. Ich schuttle, von Brechreiz gewurgt, meine Faust in der andrangenden Menge gegen mich, der hinter dem Panzerglas steht. Ich sehe, geschuttelt von Furcht und Verachtung, in der andrangenden Menge mich, Schaum vor dem Mund, meine Faust gegen mich schutteln. Ich hange mein uniformierrtes Fleisch an den Fu?en auf. Ich bin der Soldat im Panzerturm, mein Kopf ist leer unter dem Helm, der erstickte Schrei unter den Ketten. Ich bin die Schreibmaschine. Ich knupfe die Schlinge, wenn die Radelsfuhrer aufgehangt werden, ziehe den Schemel weg, breche mein Genick. Ich bin mein Gefangener. Ich futtere mit meinen Daten die Computer. Meine Rollen sind Speichel und Spucknapf Messer und Wunde Zahn und Gurgel Hals und Strick. Ich bin die Datenbank. Blutend in der Menge. Aufatmend hinter der Flugeltur. Wortschleim absondern in meiner schalldichten Sprechblase uber die Schlacht. Mein Drama hat nicht stattgefunden. Das Textbuch ist verlorengegangen. Die Schauspieler haben ihre Gesichter an den Nagel in der Garderobe gehangt. In seinem Kasten verfault der Souffleur. Die ausgestopften Pestleichen im Zuschauerraum bewegen keine Hand. Ich gehe nach Hause und schlage die Zeit tot, einig/ Mit meinem ungeteilten Selbst.
Fernsehen Der tagliche Ekel Ekel
Am praparierten Geschwatz Am verdorbenen Frohsinn
Wie schreibt man GEMUTLICHKEIT
Unsern Taglichen Mord gib uns heute
Denn dein ist das Nichts Ekel
An den Lugen die geglaubt werden
Von den Lugnern und niemandem sonst Ekel
An den Lugen die geglaubt werden Ekel
An den Visagen der Macher gekerbt
Vom Kampf um die Posten Stimmen Bankkonten
Ekel Ein Sichelwagen der von Pointen blitzt
Geh ich durch Stra?en Kaufhallen Gesichter
Mit den Narben der Konsumschlacht Armut
Ohne Wurde Armut ohne die Wurde
Des Messers des Schlagrings der Faust
Die erniedrigten Leiber der Frauen
Ein Konigreich
Fur einen Morder
ICH WAR MACBETH DER KONIG HATTE MIR SEIN DRITTES KREBSWEIB ANGEBOTEN
ICH KANNTE JEDES MUTTERMAL AUF IHRER HUFTE RASKOLNIKOW AM HERZEN UNTER
DER EINZIGEN JACKE DAS BEIL FUR DEN /EINZIGEN/ SCHADEL DER PFANDLEIHERIN
In der Einsamleit der Flughafen
Atme ich auf Ich bin
Ein Privilegierter Mein Ekel
Ist ein Privileg
Beschirmt mit Mauer
Stacheldraht Gefangnis
Fotografie des Autors.
Ich will nicht mehr essen trinken atmen eine Frau lieben einen Mann ein Kind ein Tier. Ich will nicht mehr sterben. Ich will nicht mehr toten.
Zerrei?ung der Fotografie des Autors.
Ich breche mein versiegeltes Fleisch auf. Ich will in meinen Adern wohnen, im Mark meiner Knochen, im Labyrinth meines Schadels. Ich ziehe mich zuruck in meine Eingeweide. Ich nehme Platz in meiner Schei?e, meinem Blut. Irgendwo werden Leiber zerbrochen, damit ich wohnen kann in meiner Schei?e. Irgendwo werden Leiber geoffnet, damit ich alleinsein kann mit meinem Blut. Meine Gedanken sind Wunden in meinem Gehirn. Mein Gehirn ist eine Narbe. Ich will eine Maschine sein. Arme zu greifen Beine zu gehn kein Schmerz kein Gedanke.
Bildschirme schwarz. Blut aus dem Kuhlschrank. Drei nackte Frauen: Marx Lenin Mao. Sprechen gleichzeitig jeder in seiner Sprache den Text ES GILT ALLE VERHALTNISSE UMZUWERFEN!!! HD legt Kostum und Maske an.
HAMLET DER DANE PRINZ UND WURMFRASS STOLPERND
VON LOCH ZU LOCH AUFS LETZTE LOCH ZU LUSTLOS
IM RUCKEN DAS GESPENST DAS IHN GEMACHT HAT
GRUN WIE OPHELIAS FLEISCH IM WOCHENBETT
UND KNAPP VORM DRITTEN HAHNENSCHREI ZERREISST
EIN NARR DAS SCHELLENKLEID DES PHILOSOPHEN
KRIECHT EIN BELEIBTER BLUTHUND IN DEN PANZER
Tritt in die Rustung, spaltet mit dem Beil die Kopfe von Marx Lenin Mao. Schnee. Eiszeit.
5
Wildharrend/In der furchtbaren Rustung/Jahrtausende
Tiefsee. Ophelia im Rollstuhl. Frische Trummer Leichen und Leichenteile treiben vorbei.
Ophelia
wahrend zwei Manner im Artzkittel sie und den Rollstuhl von unten nach oben in Mullbinden schnuren:
Hier spricht Elektra. Im Herzen der Finsternis. Unter der Sonne der Folter. An die Metropolen der Welt. Im Namen der Opfer. Ich sto?e allen Samen aus, den ich empfangen habe. Ich verwandle die Milch meiner Bruste in todliches Gift. Ich nehme die Welt zuruck, die ich geboren habe. Ich ersticke die Welt, die ich geboren habe, zwischen meinen Schenkeln. Ich begrabe sie in meiner Scham. Nieder mit dem Gluck der Unterwerfung. Es lebe der Ha?, die Verachtung, der Aufstand, der Tod. Wenn sie mit Fleischermessern durch eure Schlafzimmer geht, werdet ihr die Wahrheit wissen.
Manner ab. Ophelia bleibt auf der Buhne, reglos in der wei?en Verpackung.
BotPooche FamAvappy emottescold molfincombina
bvbtsl <a href="[линк]">jimmy choo uggs</a> vtgesd <a href="[линк]">jimmy choo uggs</a> oucykb <a href="[линк]">jimmy choo uggs</a> synfwk <a href="[линк]">[линк]</a> uzyisq <a href="[линк]">leather ugg boots</a> aztmzk <a href="[линк]">leather ugg boots</a> brgqql <a href="[линк]">leather ugg boots</a> fkdydw <a href="[линк]">[линк]</a> vwaiqw <a href="[линк]">baby uggs</a> lpmbky <a href="[линк]">baby uggs</a> tdpvyh <a href="[линк]">baby uggs</a> tpzegj <a href="[линк]">[линк]</a>